Zukunft & Perspektiven/soz.Nachhaltigkeit

Kinderanwältin: "Ich sehe keine kindgerechter reagierende Justiz"

Quelle: 
DerStandard.at
publiziert am: 
Wednesday, 5 November, 2014

Interview | Peter Mayr
5. November 2014, 13:19

Dass Doppelresidenzen elterliche Konflikte minimieren, sei ein Fehlschluss, warnt die Wiener Kinder- und Jugendanwältin Monika Pinterits

STANDARD: Ein Gericht hat gerade erstmals entschieden, dass ein Kind von Eltern, die getrennt leben, zwei Hauptwohnsitze haben darf. War das ein guter Urteilsspruch?

Pinterits: Ich wundere mich über die Entscheidung, weil es gesetzlich nicht vorgesehen ist. Es soll jetzt das Kindschafts- und Namensrechtsänderungsgesetz aus dem Jahr 2013 einer Evaluierung unterzogen werden. Das gehört dann aber nicht nur strukturell, sondern auch inhaltlich durchleuchtet. Denn eines zeigt sich deutlich: Die Erwartungen, dass die Verfahren schneller laufen und kindgerechter sind, wurden nicht erfüllt.

Ein Leben wird ruiniert: 16-Jährige nach Messerstich in Leoben verurteilt

Quelle: 
profil-online - profil.at
publiziert am: 
Tuesday, 7 October, 2014

7.10.2014, 15:23
Christa Zöchling über einen Justizskandal, der zeigt, wie ein junges Leben durch Denkmuster aus vorigen Jahrhunderten Gefahr läuft, zerstört zu werden.
Als Mona G. am vergangenen Donnerstag mit ihrer besten Freundin auf den Stufen zum Bezirksgericht Leoben auf die Verkündung des Urteils wartete, schmiedete sie Zukunftspläne. Immer schon habe sie Ärztin werden wollen oder Krankenschwester. Das sei bis auf Weiteres nicht möglich, denn an der Krankenschwesternschule würde sie als Vorbestrafte nicht akzeptiert werden. Das habe sie sich selbst zuzuschreiben. Aber vielleicht eine Lehre als Baustofftechnikerin bei Böhler? Bloß "nie wieder in den Häfen gehen". Drei Stunden später war das Mädchen, das zum Tatzeitpunkt 14 Jahre alt war und nach wochenlangem Internet-Mobbing einem gleichaltrigen, zwei Köpfe größeren Mitschüler, der sie in den Schwitzkasten genommen hatte, mit einem Messer in den Bauch stach wegen Mordversuchs schuldig gesprochen worden.

Es kommt zur Machtumkehr

Quelle: 
TagesAnzeiger - tagesanzeiger.ch
publiziert am: 
Friday, 6 December, 2013

Der Kinderpsychiater Michael Winterhoff schlägt in seinem neuen Buch Alarm: Eltern zögen eine Generation von Narzissten und Egomanen heran.
 Getty Images
Kinder werden lebensuntüchtig und beziehungsunfähig», sagt Michael Winterhoff, weil sie im Glauben aufwachsen, die Welt drehe sich um sie. Bild: Getty Images

Erziehen heißt nicht verletzen

Quelle: 
derStandard.at
publiziert am: 
Saturday, 20 September, 2014

Kolumne | Jesper Juul
21. September 2014, 17:00

Warum manche Erziehungsmethoden die Seele der Kinder nachhaltig verletzen können – und warum das Verhalten von Kindern immer das Produkt ihrer Beziehung zu den Eltern ist

Frage:

Unsere Tochter ist fast vier Jahre alt und wir führen ein sehr aktives Leben. Wir sind eine jener Familien, die den täglichen Konflikt zwischen Arbeit und Familie gut kennen.

Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass Kinder gute und solide Rahmenbedingungen brauchen. Dass etwa unsere Tochter Tischmanieren lernt und sich bei Tisch gut benehmen sollte. Über lange Zeit war das ein Drama, weil Sie nicht ruhig auf dem Stuhl sitzen und richtig essen wollte. Ich denke, wir waren sehr klar mit unseren Erwartungen an sie und haben ihr oft erklärt, warum das notwendig ist, dass sie lernt, schön zu essen.

Jetzt haben wir eine "Time-Out-Methode" eingeführt. Dabei bringen wir sie vor dem Essen in ihr Zimmer und schließen die Türe zu. Nach ein paar Minuten kommen wir wieder. Zuerst hat sie laut geschrien, danach wurde sie immer sehr ruhig, aber wütend. Das Essen nimmt sie dann sehr widerwillig zu sich. Sie macht auch eher, was wir wollen, aber die Stimmung ist nicht so, wie wir sie gerne hätten. Machen wir etwas falsch?

Auf dem besten Wege in die absolute Verblödung

Quelle: 
DIE WELT - welt.de
publiziert am: 
Tuesday, 5 August, 2014

Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier beklagt die zunehmende Verdummung der heranwachsenden Generation. Schuld sei ein Bildungssystem, in dem nur nach ökonomischen Aspekten unterrichtet werde.

Nichts für's Leben, sondern für die Wirtschaft lernen wir – das ist die provokante These von Bernhard Heinzlmaier, der seit Jahrzehnten Deutschlands Jugend wissenschaftlich analysiert. Die systematische Verdummung der Jungen, die "mit begrenztem Horizont und engem Herz" in eine unmenschliche Leistungsgesellschaft gedrängt werden, prangert er auch in seinem Buch: "Performer, Styler, Egoisten: Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben" an. Der 53-Jährige ist Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung in Wien.

Gericht nimmt Mutter den Sohn (10) weg

Quelle: 
merkur-online.de
publiziert am: 
Tuesday, 1 December, 2009

München - Das Münchner Familiengericht hat einer Mutter das Sorgerecht für ihren Sohn (10) entzogen, weil der Vater das Kind nicht sehen durfte.

Syndicate content